Wasserwacht OG Steinberg

Hochwassereinsatz in Fischerdorf 06.06. bis 09.06.2013

Nachdem die Hochwasserlage in der ersten Juniwoche besorgniserregende Ausmaße annahm, wurde die SEG Mitte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Für Einsätze im Landkreis wurden wir für die Naab von Schwandorf bis zur Landkreisgrenze im Süden vorgesehen.

Nachdem sich die Lage am Mittwoch etwas entspannte rechnete man nicht mehr mit einem Einsatz. Am Donnerstag, 06.06., erhielten wir gegen 9:00 Uhr den Einsatzauftrag „Hochwassereinsatz an der Donau, Treffpunkt 11:30 Uhr am Pendlerparkplatz in Ponholz.“ Mit 8 Mann aus der SEG Mitte und den beiden Schwandorfer Fahrzeugen mitsamt dem Einsatzhänger ging es in den Einsatz. Nach einer längeren Anfahrt mit vielen Pausen trafen wir gegen 18:30 Uhr am Einsatzort Fischerdorf bei Deggendorf ein. Ein Dorf, welches komplett nach einem Dammbruch unter Wasser stand. Wir waren zur Ablösung der DLRG Schwaben eingeplant. Die 3 Mann Besatzung des WW81 (VW-Bus der OG Schwandorf) wurde der Einsatzleitung der Kreis-Wasserwacht Schwandorf unterstellt. Die Besatzung des WW32 (Sprinter der OG Schwandorf) rüstete sich aus. Vor allem die Wasserretter und Motorbootführer waren gefragt.

Ab 19:00Uhr begann die richtige Arbeit. Boote slippen und Einsatzaufträge abholen. Die Boote mussten im Anlegebereich immer von einem Wasserretter gezogen werden, da hier der Wasserstand zu niedrig war. Im Gegenzug dazu machte die Besatzung bei ihrem ersten Einsatz an einem Wohnhaus am Schneefanggitter fest. Die Einsatzaufträge bestanden in der Regel darin, die Bewohner zu ihren Häusern zu bringen, damit diese persönliche Gegenstände, Dokumente und Tiere abholen konnten. Auch die Medien wurden unterstützt.

In der Nacht fungierte der WW81 als Shuttle für Personal und Material. Dies war auch die weitere Planung für dieses Fahrzeug. Um Mitternacht wurden unsere Einsatzkräfte in die Pause entlassen und übernachteten u.a. in einer Mittelschule, die auch als Duschplatz und Frühstücksraum genutzt werden konnte.

Danach wurden den ganzen Tag über Einsätze gefahren. Am Nachmittag gab es Gasalarm und die Einsatzstelle wurde für ca. 1 Stunde geräumt. Diese Zeitspanne galt es wieder aufzuholen, da die Einsatzabarbeitung stand.

Gegen 16:00 Uhr rückten 4 unserer Kräfte wieder von der Einsatzstelle ab. Diese waren gegen 18:30 Uhr zu Hause. Eine Einsatzkraft rückte neu an und übernahm die Unterstützung der Einsatzleitung.

Markus Lederer von der OG Schwandorf wurde den Luftrettern zugeteilt und verblieb dort bis zum Einsatzende am Sonntagabend.

3 unserer Kräfte rückten am Samstagabend mit dem WW32 und Einsatzhänger wieder in Schwandorf ein. Der Rest folgte erst Sonntagnacht.

Es war ein harter und anstrengender Einsatz, der Allen alles abverlangte. Besonders das auslaufende Öl und die Hitze machten den Einsatzkräften zu schaffen. Vorbildlich war das Verhalten der Anwohner und der Pressemannschaft. Die Verpflegung ließ an nichts fehlen.

Wir haben unsere Arbeit getan und viel gesehen. Jetzt sind Sie an der Reihe. Spenden sie. (Spendenlink).

Zum Zeitungsartikel Mittelbayerische

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